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KlimaEngel fahren Bus & Bahn
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moBiel-Fahrgäste tragen zum Klimaschutz bei

Jeder Bundesbürger ist aufgefordert, zur Verminderung der CO2-Emissionen beizutragen, um eine weitere Erderwärmung zu verhindern. moBiel-Kunden leisten hierzu einen aktiven Beitrag. Aber auch moBiel als Verkehrsunternehmen handelt seit Jahren klimabewusst.

Umweltschutz ist unser erklärtes Ziel, wenn es um Investitionsentscheidungen zum Beispiel bei Fahrzeugneubeschaffungen geht«, erklärt moBiel-Geschäftsführer Wolfgang Brinkmann.

»In Bielefeld sind bis zu 180.000 Fahrgäste an einem ganz normalen Werktag auf unseren Linien unterwegs. 73 eigene und 26 angemietete, umweltfreundliche Busse und 80 StadtBahnen sind dafür im Einsatz. Wir haben berechnet, dass an jedem dieser Tage rund 120.000 Autofahrten vermieden und dadurch bis zu 80 Tonnen CO2 eingespart werden. Insgesamt gehen wir übers Jahr von einer Einsparung von rund 18.000 Tonnen CO2 aus.«
 
StadtBahnen und Busse sind umweltfreundlich 
 
StadtBahnen und Busse verursachen gegenüber dem Individualverkehr nur einen Bruchteil der Schadstoffemissionen. Nach Berechnungen des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) verbraucht ein mit durchschnittlich 1,2 Personen besetzter Pkw 6,5 Liter Diesel pro Fahrgast auf 100 Kilometern. Auf derselben Strecke verbraucht ein Standard-Linienbus mit durchschnittlich 16 Fahrgästen im Durchschnitt nur 2,5 Liter Dieselkraftstoff pro Fahrgast. Der VDV geht davon aus, dass die CO2-Emission eines vollbesetzten Linienbusses in der Verkehrsspitze sogar nur gut fünf Prozent der vergleichbaren Pkw-Emission beträgt. 
 
moBiel hat auch errechnet, wie groß die CO2-Einsparungen bei Nutzung der Bielefelder StadtBahnen ist: Bei einer Besetzung mit 300 Fahrgästen spart jeder Fahrgast rund 75 Prozent des CO2 im Vergleich zur Fahrt mit dem Auto. »Insgesamt kann man sagen, dass Busse und Bahnen für die gleiche Leistung etwa zwei Drittel weniger CO2 produzieren als der Pkw. Dabei sind verschiedene Nutzungszeiten und -arten eingerechnet«, resümiert Brinkmann.
 
Hoher Umweltstandart der moBiel-Busse
 
Schon seit Langem hat der Umweltschutz bei moBiel einen hohen Stellenwert. So ist das Bielefelder Verkehrsunternehmen bundesweit führend, wenn es um Umweltstandards der Busse geht. »Bereits seit 1999 fährt unsere Busflotte ausschließlich mit schwefelfreien Diesel. Seit 2000 werden alle neu beschafften Busse mit CRT-Rußfiltern ausgerüstet. Heute verfügen alle eingesetzten Busse über einen entsprechenden Filter«, erläutert Hans-Jürgen Krain, kaufmännischer Leiter bei moBiel. »Wir beschaffen stets Fahrzeuge, die höhere als die geforderten Abgasnormen erfüllen.«
 
Seit 2006 wurden ausschließlich Busse mit der Abgasnorm »Euro 5« beschafft. Diese Norm ist erst ab 2009 verbindlich. Zwei neue Busse, die moBiel in Kürze erwartet, werden einen noch höheren Abgasstandard haben und mit dem »Blauen Umweltengel« ausgezeichnet sein.
 
Bereits 2004 wurde moBiel mit dem Umweltzertifikat »ÖKO-PROFIT« auch für weitere innerbetriebliche Umweltschutzmaßnahmen ausgezeichnet. Gewürdigt wurde u.a. eine frühzeitig Mülltrennung und zahlreiche Maßnahmen zur Einsparung von Strom und Wärmeenergie. Bereits seit 2000 verfügt moBiel über eine Abwasseraufbereitungsanlage für Fahrzeug- u. Teilewaschanlagen und konnte durch eine neue Fahrzeug-Portalwaschanlage den Wasserverbrauch um 60 Prozent reduzieren.
 
Die Stadtwerke Bielefeld werden noch in diesem Jahr auf den Dächern der Betriebsgebäude des moBiel-Betriebshofs in Sieker eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung errichten. Die Anlage mit einer Leistung von rd. 500 Kilowatt wird die größte in Bielefeld sein und damit die Umweltschutzbemühungen von moBiel und Stadtwerken unterstreichen.
 
Fahrgäste noch klimabewusster machen
           
»Mit der KlimaEngel-Aktion wollen wir unsere Kunden noch klimabewusster machen«, fügt Krain hinzu. »Das wollen wir mit überzeugenden Fakten erreichen. Und damit, dass wir unsere im Klimaschutz engagierten Fahrgäste in die Aktion einbinden.« Die Fahrgäste konnten sich im Januar für die Mitmach-Aktion bewerben. »Wir waren überrascht von der großen Resonanz, so dass wir die geplanten Aktionen sogar noch ausgeweitet haben.«
 
moBiel wählte aus den Bewerberinnen und Bewerbern KlimaEngel aus, die nun auf mehreren Plakaten, bei einer Busgestaltung und bei mehreren Veranstaltungen für den Klimaschutz mit Bus und Bahn eintreten werden.
 
Claudia Wieneck ist als KlimaEngel ausgewählt worden. »Ich fand gut, dass bei dieser Aktion nicht nur klassische Modell-Schönheiten, sondern jeder Typ gesucht wurde. Und mitgemacht hab ich, weil ich es wichtig finde, dass es ein gutes Nahverkehrsangebot gibt. Ich arbeite als Verkäuferin und fahre täglich mit Bus & Bahn in die Innenstadt. Mein Arbeitgeber zahlt sogar die Hälfte zu meinem Abo dazu, um seine Angestellten für öffentliche Verkehrsmittel zu gewinnen.«
 
Auch Birol Keskin ist einer der ausgewählten KlimaEngel: »Ich fahre jeden Tag mit Bus und Bahn zur Arbeit. Damit bin ich kostengünstig und pünktlich am Ziel. Und natürlich klimafreundlich, denn die Zukunft unserer Welt ist mir sehr wichtig.« Wieneck und Keskin werden im Juni auf den KlimaEngel-Plakaten zu sehen sein.
 
Gutes ÖPNV-Angebot für Klimaschutz wichtig
 
»Nur wenn es auch im Verkehrsbereich eine signifikante Reduzierung der CO2-Emissionen gibt, kann das Klimaschutzziel der Bundesregierung erreicht werden«, betont Brinkmann. »Eine Verlagerung von nur einem Prozent des motorisierten Individualverkehrs in Deutschland auf den ÖPNV könnte über eine Million Tonnen Kohlendioxid einsparen. Eine Stärkung des Partners ÖPNV ist also notwendig.«
 
Daher fordert er auch, dass der öffentliche Nahverkehr in angemessener Höhe finanziert wird und Unterstützung auf allen politischen Ebenen erfährt. »Den richtigen Worten der Politik zum Klimaschutz müssen jetzt Taten folgen - der öffentliche Verkehr steht als idealer strategischer Partner bereit.«
 
Unterstützt wird er in dieser Meinung von 86 Prozent der Deutschen: Sie sind der Ansicht, dass Busse und Bahnen wichtig sind für den Klimaschutz. Dies hat eine repräsentative Forsa-Umfrage zum Klimaschutz ergeben. Und fast drei Viertel der Bevölkerung findet, dass aus Gründen des Klimaschutzes mehr in Busse und Bahnen investiert werden sollte.
 
Brinkmann betont: »Mit unserem Zukunftskonzept ,moBiel 2030' bieten wir zukunftsfähige Lösungen an. Durch den darin vorgeschlagenen konsequenten Ausbau der StadtBahn-Linien in Bielefeld, u.a. nach Milse-Ost, Hillegossen, Jöllenbeck und Sennestadt könnten die Fahrgastzahlen in den nächsten 20 bis 25 Jahren verdoppelt werden, ein gewaltiger Schritt zu mehr Klimaschutz.«

28.März 2008